Schuljunge spendet Taschengeld für Spaltkinder

Man muss nicht „GROSS“ sein um „GROSSE“ Taten zu vollbringen!

 

Es ist unglaublich und rührt mich zu Tränen… Als ich von den Philippinen zurückkehre und der Mama meines Patenkindes Maximilian von unserer Reise berichte, sind Ihre beiden Jungs zutiefst bewegt. Sie verkaufen gebrauchtes Spielzeug um Spendengelder zu sammeln, Florian, der ältere der beiden Jungs (10 Jahre) spendet wochenlang sein Taschengeld…. Aber für Florian ist das noch nicht genug.

Guten Mutes geht er zu seiner Lehrerin und fragt an, ob Sie für die Kinder auf den Philippinen nicht einen Kuchenverkauf starten können. Florian stellt das Projekt beim Morgenkreis seiner Klasse vor, gemeinsam wird abgestimmt – die Kinder sind dafür! Gesagt getan. Florian entwirft mit seiner Mutter Susanne und meinem Patenkind Maximilian eigene Spendenflyer, die in der Martinus-Schule verteilt werden und er organisiert den Verkauf.
Mitte Mai startet der Kuchenverkauf. Insgesamt werden über 6 Tage jeweils 4 Kuchen, die die Kinder gebacken haben, zum Verkauf angeboten. Am Ende der Aktion konnten 413,04 € eingenommen werden! Was für ein Betrag, unfassbar! Das Geld wird für den Schulbedarf gespendet. Mit diesem Betrag können 2-3 Kinder in diesem Jahr die Schule besuchen, Ihre Schultaschen und Schulmaterial wurden mit den Spendenbeträgen erworben.

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Florian und Andrea

Am 23. Mai erfolgt die Geldübergabe. Die Kinder haben viele Fragen an mich. Warum die Kinder so aussehen, was eine Operation kostet, warum die Kinder nicht zur Schule gehen können und und und… es macht Spass die Fragen der Kinder zu beantworten… aber auch ich habe Fragen an die Kinder.

In kleinen Interviews finde ich heraus, was die Beweggründe der Klasse waren zu helfen und zu unterstützen… Hier ein kleiner Auszug davon:
…“ich habe geholfen, weil ich finde, dass es uns so gut geht. Wir können zur Schule gehen. Ich finde wir sollten auch etwas abgeben und Opfer erbringen….“
….“ich habe gesehen dass aus dem Kopf ein Knochen rausgeschaut hat, das sah so schlimm aus, da wollte ich auch helfen…“
…“Florian hat erzählt, dass die Kinder nicht gut schlucken oder atmen können, da wollte ich helfen…“
…“ich wollte helfen, weil die Familien kein Geld haben um überhaupt ins Krankenhaus zu fahren…“
…“ich habe geholfen, weil es uns so gut geht und anderen soll es auch gut gehen…:“

Florian-2

Es ist bewundernswert was diese Kinder auf die Beine gestellt haben – ohne Unterstützung von Erwachsenen! Im Namen von allen Spaltfamilien auf den Philippinen die im Cleft-Friends Betreuungsprogramm der Hilfsorganisation RucksackCoach sind sowie im Namen von Annie Lulu, Gründerin von RucksackCoach und im Namen von mir und meinen Kindern sagen ich von Herzen DANKE! Kinder, Ihr seid toll!
Danke Flo, dass Du den Stein ins Rollen gebracht hast!
Danke an die Schule, die das Projekt erlaubt und unterstützt hat und
DANKE an die ganze Klasse, dass Ihr alle mitgemacht habt! IHR SEID SUPER!
Mach auch mit und stelle eine eigene Aktion auf die Beine! Oder werde Pate bzw. spende an das Projekt. Details findest Du unter www.rucksackcoach.com
Mai 2016, Frankfurt: Andrea Kahland

Bild_Schulmaterial

Der erste Schwung an Schulranzen und Schulsachen haben wir gemeinsam in Manila gekauft. Danke an Alle, die das möglich gemacht haben!!

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